Heisse 34° C waren vorausgesagt, als eine kleine Truppe am frühen Morgen am Bahnhof Pfungen startete. Bereits in Zürich musste die SBB der Hitze Tribut zollen und anstatt eines Doppelstöckers kam nur ein einfacher Ersatzzug. Wir gehörten zu der glücklichen Hälfte der Passagiere mit einem Sitzplatz und konnten entspannt Richtung Sargans reisen. Nach einer aussichtsreichen Busfahrt über das Rheintal trafen wir in Malbun ein und legten die ersten Höhenmeter mit der Sesselbahn auf den Sareis zurück.
Die erste Gruppe marschierte direkt los, um auch noch die Zusatzschlaufe über den Naafkopf zu erklimmen. Die zweite Gruppe gönnte sich zuerst einen Startkaffee, bevor der Gratweg mit herrlichem Panorama auf das Schesaplanamassiv und die Liechtensteiner Alpen unter die Füsse genommen wurde. Bei kurzen Abstechern auf das Sareisjoch und den Spitz konnte die Aussicht auf zwei Himmel (oben der blaue, unten der Nenzinger Himmel) genossen werden.
Der Weg auf den Augstenberg führte abwechselnd über Weiden und ein paar wenige Felsstufen. Nach dem Gipfel präsentierte sich eine herrliche Wiese, wo wir liegend wie die Römer zu Mittag rasteten. Auf dem ganzen Weg merkten wir von der Hitze nicht viel, da ständig eine kühle und zum Teil heftige Brise um uns wehte.
Die Gruppe auf den Naafkopf fand in der Ostflanke einen reparierten Bergweg vor und konnte somit mühelos auf den Gipfel gelangen. Der Abstieg erfolgte weglos über die Barthümelalpe von Steinmandli zu Steinmandli und via Liechtensteiner Höhenweg zurück zum Bettlerjoch.
In der Pfälzerhütte trafen sich die beiden Gruppen wieder um den letzten Teil gemeinsam hinunter nach Malbun zu wandern. In Malbun erwartete uns ein defekter Bus, doch bereits nach zehn Minuten holte uns ein Ersatzbus ab. Mit etwas Schuss um die Kurven erreichte dieser fast pünktlich den Talboden in Vaduz. Zu unserem Erstaunen konnten wir ohne Hast umsteigen und gemütlich nach Hause weiterfahren.