Bei vielversprechenden Wetterprognosen versammelte sich ein kleines Grüppchen von fünf Personen am Sonntag früh am Bahnhof Pfungen. Die ÖV brachte uns mit ein paar Mal umsteigen zur Stöckalp. Unterwegs gesellten sich noch drei Clubmitglieder zu unserer Gruppe. Mit der Gondelbahn fuhren wir hoch zum Plateau Melchsee-Frutt auf ca. 1900 m. Dieser hochgelegene Wintersportort hat einiges zu bieten. Nicht nur Skifahren am Melchseestock und Bonistock steht auf dem Angebot, sondern es hat auch eine Schlittelpiste, Langlaufloipen, Schneeschuhlaufen und präparierte Winterwanderwege.

Nach einem Startkaffee ging‘s dann frohgelaunt bei prächtigem Wetter los. Die präparierten Winterwanderwege waren aufgrund der grossen Schneefälle in den letzten Tagen weich. Am Ende des zugefrorenen Melchsees wanderten wir an der Melchsee-Kapelle vorbei nach Distelboden und Richtung Tannensee. Wunderbar wie im Wintermärchen glitzerte der viele Schnee in der Sonne und fantastisch zeigte sich das verschneite Bergpanorama mit den Gipfeln Glockhüs, Mären, den Wendenstöcke bis zum Titlis, in Front der Graustock und auf der anderen Seite der Bonistock.

Beim Tannensee war leider die südliche Seeuferseite Richtung Tannalp nicht präpariert und daher auch gesperrt. Wir mussten die Hochebene beim Tannendamm queren und Richtung nördliche Seeuferseite wechseln. Viele Eisfischer versuchten ihr Glück auf dem zugefrorenen Tannensee. Ob sie wohl erfolgreich gefischt hatten und zum Znacht Fisch auf dem Menüplan stand?

Bei der Tannalp angekommen, kämpften wir uns zuerst durch den hohen Schnee zur herzigen Kapelle. Ein schöner Ort mit herrlicher Aussicht auf die Berge bis hin zum Finsteraarhorn auf der Grenze zum Wallis und weitere Berner Gipfel, ideal für unsere Mittagspause. Es war zwar nicht ganz windstill, dafür aber sonnig und die paar aufkommenden Quellwölkli störten uns überhaupt nicht. Selbstverständlich wurde nach der Mittagspause die Terrasse des Restaurants Tannalp aufgesucht.

Auf der gleichen Nordseite des Tannensees wanderten wir auf dem gemütlichen Weg retour. Majestätisch türmten die hohen Schneeschichten am Ufer des durch die Hochebene schlängelnden Tannenbaches. Via Müllerenhütte und entlang des Ufers vom Melchsee erreichten wir wieder Melchsee-Frutt, begleitet von dem malerischen Bergpanorama. Bevor wir mit der Gondelbahn talwärts nach Stöckalp fuhren, pausierten wir bei der Bergstation noch eine Weile in der wärmenden Sonne.

Im Restaurant auf der Stöckalp liessen wir den wunderbaren Tag ausklingen. Ein herzliches Dankeschön an Werner für die gesponserte Runde samt Dessert sowie an alle, die dabei waren. Es war toll mit Euch.

Kurt Rietmann