Froh gelaunt und voller Tatendrang reisten 6 Mitglieder sowie ein Aspirant mit dem ÖV bei herrlichem Wanderwetter nach Waldenburg im Kanton Baselland. Beim Bahnhof Waldenburg steigerten wir noch vor dem Abmarsch den Koffeinhaushalt. Der ansteigende Wanderweg führte uns zuerst durch das Wohnquartier, danach in den Wald und schlängelte weiter bergwärts zur Burgruine, welcher wir selbstverständlich einen Besuch gönnten. Die Ruine wurde ca. um 1200 n.Ch. gebaut und ein Teil war leider wegen Steinschlag, resp. bröckelnden Mauern gesperrt.
Nach der Ruinenbesichtigung wanderten wir auf dem schönen, stellenweise wegen Nässe etwas rutschigem Weg im schattenspendenden Wald zur Gerstelflue hinauf. In der Nordwand der Gerstelflue betrachteten wir das Felsenfenster mit Aussicht auf das Baselland. Weiter folgten wir dem Bergweg auf dem Rücken der Rehag, in teils wilder Landschaft zur Lauchflue mit dem Schützen-/Beobachtungsposten vom ersten Weltkrieg. Der Posten wurde von uns eingehend inspiziert.
Bei der Geissflue führte der Gratweg über eine schöne Wiese mit Blick auf der rechten Seite ins Tal mit der Autobahn beim Belchentunnel und auf der anderen Seite die grüne, hügelige Landschaft. Immer wieder trafen wir auf interessante Überbleibsel vom ersten Weltkrieg. Hinweistafeln dokumentierten die damaligen Stellungen. Bei Spitzenflüeli begutachteten wir die Schützengräben der Fortifikation Hauenstein.
Mit kurzem Abstieg zum Chilchzimmersattel und anschliessendem kurzem Gegenanstieg erreichten wir die Belchenflue. Leider hatten wir den Gipfel mit dem fantastischen Rundumpanorama nicht gänzlich für uns alleine. Trotzdem rasteten wir auf dem Gipfel zu Mittag. Kurt zauberte noch sein Quittenträumli hervor und es wurde fröhlich auf die Gipfelstürmer angestossen.
Nach dem Abstieg zur Gwidemhöchi folgte der letzte Gegenanstieg in dieser lieblichen Landschaft. Wir zogen auf dem einfachen Weg weiter via Wuesthöchi zum Allerheiligenberg. Engel zeigten Richtung aufwärts und der Teufel Richtung abwärts.
Zu unserer Enttäuschung ist die Bergwirtschaft Allerheiligenberg geschlossen. Wie wir später auf einem Hinweisschild erfuhren, offensichtlich vorläufig für immer.
Mit einem angenehmen Gefälle durchwanderten wir die wildromantische und urchige Tüfelsschlucht mit den teils markanten Felswänden. Der Cholersbach führte nur wenig Wasser und ist im oberen Teil teilweise fast ausgetrocknet. Unzählige Brücken überquerten den Bach.
Bevor's zum Bahnhof Hägendorf ging, genehmigten wir in einem Cafe zum Abschluss was Flüssiges und schlemmerten wohlverdient ein feines, kühles Dessert.
Herzlichen Dank an alle für die angenehme und liebenswürdige Gesellschaft. Es hatte grossen Spass mit Euch gemacht.
Irene Modena